Bei der Moxibustion handelt es sich um eine spezielle Wärmetherapie aus dem Bereich der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin). Die Moxa-Therapie wird mit „Zigarren“ aus dem Heilkraut Moxa durchgeführt. Moxa ist auch unter dem Namen Beifußkraut oder Artemisia vulgaris bekannt. Die Zigarre wird wie ein Räucherstäbchen angezündet und es werden Akupunkturpunkte mit der Wärme behandelt. Die Moxatherapie ist für die Behandlung von allen Krankheiten, bei denen Kälte eine Rolle spielt, geeignet. Durch die Wärmetherapie wird Kälte ausgetrieben und somit dem Körper wieder Wärme zugeführt. Die Wirkung der Moxa-Therapie entfaltet sich nach dem Prinzip der Gegenregulation und entsprechend können erste Reaktionen widersprüchlich erscheinen.

Grundsätzlich wird die Moxa-Therapie eingesetzt bei allen Krankheitsbildern, die sich durch Wärme bessern. Schon seit jeher wird die Therapie bei Erkältungskrankheiten, wie Schnupfen und Grippe angewendet, wenn noch keine Hitzesymptome vorhanden sind. Sehr gut wirkt die Moxibustion auch bei beginnenden Infekten jeglicher Art. Das Besondere, die Moxa-Therapie kann bereits bei Kindern angewendet werden. Bei Kleinkindern ist jedoch aufgrund der Verbrennungsgefahr Vorsicht geboten, wobei auch hier mithilfe einer zweiten Person Moxa angewendet werden kann, um Erkältungen und Infekte schonend zu therapieren. Besonders ach bei Kinderkrankheiten und im Bereich der Frauenheilkunde, sowie bei hormonellen Störungen, eignet sich die Moxibustion zur gezielten Behandlung.

Ein weiteres Anwendungsgebiet sind Verspannungen, da die Wärme entsprechend die Durchblutung fördert und Verspannungen löst und den Stoffwechsel wieder aktiviert. Grundsätzlich kann die Moxa-Therapie in allen Fällen eingesetzt werden, in denen das Verlangen nach Wärme vorhanden ist und eine Abneigung gegen Kälte. Selbst zur Behandlung von Allergikern, die in den meisten Fällen einen Yang-Mangel aufweisen, ist diese Therapieform bestens geeignet. Grundsätzlich kann eine Therapie bei akuten Krankheitszuständen, die durch Kälte und Wind entstehen, angewendet werden. Doch auch einige chronische Erkrankungen, Erkrankungen des Atmungssystems, des Nieren-Blasen-Bereichs, des Magen-Darm-Systems und Erkrankungen von Knochen und Gelenken können durch die Wärmetherapie stark verbessert werden.

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